Willkommen!

Der Gesprächskreis Jarmen ist ein Salon für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Er ist der älteste seiner Art im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und eine Facette des gesellschaftlichen Lebens im ländlichen Raum.

 

(Zur Orientierung auf dieser Homepage: Der Gesprächskreis veranstaltet Vortragsabende, Kunstausstellungen und kleine Sammlungen für lokale soziale Projekte. Die nächste monatliche Veranstaltung finden Sie in der Rubrik Aktuell, frühere Gesprächskreise unter Archiv, eine Dokumentation in Presseberichten unter Nordkurier, Informationen zu Ausstellungen und Sammlungen unter Aktionen, Verantwortlichkeiten und Anschriften unter Wer und Wo? und weitere Hinweise unter Interessante Links.)  

 

Programm

Die Idee eines Salons ist, regelmäßig Menschen, die etwas zu sagen haben, und Menschen, die es gerne hören möchten, zu Themenabenden, im Gespräch, für einen Gedankenaustausch zusammenzubringen. Die Themen sind mal tagesaktuell, mal immergrün. Man trifft sich zu Vortrag und Diskussion, gerne an einem Donnerstag um 19 Uhr einmal im Monat, es gibt einen Imbiss, und eine kleine, philanthropische Spendensammlung mit Auslosung ihrer Verwendung gehört auch dazu, Jarmen tut gut. Der Gesprächskreis bietet dafür den Treffpunkt und einen unverbindlichen Rahmen. Der Eintritt ist frei, die Einladung öffentlich.

Geschichte

Der Gesprächskreis September 1994 ist die erste Veranstaltung, sie findet im Jubiläums-jahr der 725. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung der Kleinstadt an der Peene statt. Professor Reddy, ein Arzt und Krebsforscher aus Hyderabad, Indien, wirft mit einem Vortrag zu Kultur und Gesellschaft seines Heimatlandes und bei indischem Essen einen Blick über die Peene.

   Der Gesprächskreis Mai 1997 gehört zum Besuchsprogramm einer Delegation aus der polnischen Partnerstadt Susz. Der Physiker Professor Klaus Fesser widmet sich Fragen der zukünftigen Energieversorgung in der Region und dem europäischen ITER-Projekt.           Der Gesprächskreis Juli 2002 ist die 50. Veranstaltung und widmet sich der Frage: "Was ist Glück?" Bundespräsident Johannes Rau schreibt zu einem Protokoll des Abends, er habe "manches Anregende über den Zusammenhang zwischen dem Glück des Einzelnen und der Verantwortung der Politik gefunden. Ich wünschte mir, dass wir in der Öffentlichkeit viel mehr über solche Fragen diskutierten." Die Diskussion in Jarmen wird jedenfalls in einem Büchlein festgehalten, "Der Muße und Erkenntnis - Plädoyer für die Kultur der ländlichen Gesprächskreise ".                                                                                                     Der Gesprächskreis Februar 2011 startet die Aktion Jarmen tut gut. Es werden 60 Euro und 50 Cent gesammelt, als Verwendungszweck wird ausgelost: Briefmarken für das Kirchgemeindebüro. Der folgende Gesprächskreis bringt  73,56 Euro zusammen, diesmal als Spende für die Opfer der Reaktorkatastrophe in Japan. Seitdem ist über 75 mal gesammelt worden für Jarmen tut gut.

   Der Gesprächskreis Juli 2012 unter dem Thema "Lauter Lieblingsplätze" und mit einem Hauptvortrag von Professor Michael Succow wird in einem weiteren Buch dokumentiert, "...wo uns Mecklenburg-Vorpommern besonders gut tut". Viele Autorinnen und Autoren geben Tipps. "Es fällt mir schwer, mich für einen einzelnen Lieblingsplatz in Mecklenburg-Vorpommern zu entscheiden, " schreibt Ministerpräsident Erwin Sellering in seinem Geleitwort. Die Aktion Jarmen tut gut sammelt 282 Euro, die der Michael-Succow-Stiftung zugelost werden.                                                                                                                           Der Gesprächskreis März 2015 bündelt die Initiativen für eine Kunstmeile in Jarmener Schaufenstern unter dem Motto Kiek an, Jarmen. Peter Sorge gewinnt mit dem von ihm dazu gestalteten Logo das ausgelobte Preisgeld.

   Der Gesprächskreis Juni 2017 eröffnet zu Pfingsten ein dreitägiges "Kiek an, Jarmen" als den ersten Beitrag einer ganzen Stadt zu Kunst:Offen, dem größten Festival der bildenden Kunst im Nordosten. Engagierte Schirmherrin ist die Pantomimin Dagmar Ringstorff, und ihr Mann ist bei der Eröffnung auch dabei.

   Der Gesprächskreis Mai 2018 ist wiederum Eröffnungsveranstaltung für Kunst:Offen, die Vernissage der Schaufenstergalerie "Kiek an, Jarmen"  am Pfingstsonnabend. Die Schirmherrschaft hat diesmal Sigrid Keler übernommen, die Finanzministerin a.D. des Landes und große Kunst- und Kulturförderin. Bei der Abschlussveranstaltung am Pfingstmontag werden zum ersten Mal Preise für die schönsten Exponate und das schönste Schaufenster verliehen. Den Kunstpreis, dotiert mit 1000 Euro von einer großen Zahl Jarmener Bürgerinnen und Bürger, teilen sich nach Juryentscheidung Juliane Mruk für die beiden Werke "Frostige Diva" und "Drachenhaut" und eine Kindergruppe des Kindergartens Zarrenthin unter der Leitung von Ute Hacker für die Collage "Frieden für die Welt". Der Publikumspreis fällt an Prof. Nils-Olaf Hübner für sein Aquarell "Regatta auf der Dänischen Wiek". Den Schaufensterpreis erhält Anke Kolvitz für das am schönsten arrangierte Schaufenster der Straßengalerie.

   Der Gesprächskreis November 2018 ist wohl die erste Veranstaltung, die auf den Festkreis des Jarmener Stadtjubiläums 2019 einstimmt. Anlässlich der Buchpremiere liest Beate Marie Schulz aus "Muckepuckeswinkel - eine Reise in das alte Jarmen". Dazu heißt es im Beitext:

"Land zum Leben, Mecklenburg-Vorpommern. Das sind nicht nur Städte und Dörfer, Natur und Kultur, dazu gehören auch Läuschen und Rimels und die alten Geschichten, die wir uns bis heute gerne in geselliger Runde erzählen. Wiard Schnepel (1894-1988) und Wilhelm Hacker (1920-2017) haben solche Geschichten aus dem alten Jarmen gesammelt und in Versen und Zeichnungen festgehalten. Sie sind in der Zeit angesiedelt, in der eine Dampfkleinbahn mit dem lautmalerischen Namen Mucke-Pucke die Ackerbürgerstadt an der Peene erreichte. Im Gesprächskreis Jarmen entstand jetzt die Idee, diese hübschen Meisterwerke in einem kleinen Buch aufzubewahren und mit dem Stadtjubiläum 750 Jahre Jarmen zu verbinden. Muckepuckeswinkel ist die Bühne für das kleine Welttheater in Vorpommern. Vorhang auf im Land zum Leben!"                

 

Aktuell

Wann, wo und mit welchem Thema der Gesprächskreis jeweils zusammenkommt und wer den Vortrag geben wird, zeigen Einladungsplakate, aus denen seit 2011 eine schöne Kollektion entstanden ist. Der Nordkurier hat sie bei KunstOffen 2017 in Jarmen mit einer eigenen Exposition gewürdigt. Die Plakate werden auf dieser Homepage veröffentlicht, (wobei hier ihre Photographien aus urheberrechtlichen Gründen oft unterdrückt werden müssen...), sie hängen in Jarmen in verschiedenen Geschäften aus, darunter stets in der zuverlässigen Informationsstelle des Gesprächskreises in der Poststelle Schuhhaus Sorge, und sie werden elektronisch versendet an Interessierte, die sich dafür in eine E-mail-Liste eintragen können. Der Nordkurier informiert in seiner Ausgabe Vorpommernkurier regelmäßig über die anstehenden Gesprächskreise oder berichtet auch oft über ihren Verlauf.

 

Ausblick 

Das Programm der Gesprächskreise 2019 ist auf das Stadtjubiläum ausgerichtet, die 750. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung von Jarmen am 13. August.

   Der Gesprächskreis Juni 2019 soll wieder zur Vernissage für Kunst:Offen werden, aber diesmal nicht nur für die Schaufenstergalerie "Kiek an, Jarmen!"  in den Altstadtstraßen, sondern auch für eine Zentrale Sammelausstellung in der Kirche St.Marien, denn Jarmen ist 2019 ausgewählt worden als Gastgeberin für alle Künstlerinnen und Künstler in Vorpommern. Der Gesprächskreis als große Eröffnungsparty findet am Freitagabend des Pfingstwochenendes auf dem Alten Markt statt. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, hat die Schirmherrschaft für Kunst:Offen in Jarmen übernommen.

Für den Gesprächskreis August 2019 wird auch bereits die Spendenaktion "Jarmen tut gut" vorbereitet: 750 Jahre Jarmen fordern heraus, 750 Euro zusammen zu bringen und angemessene Projekte in den Blick zu nehmen...

   Der Gesprächskreis September 2019 möge dann im großen Jubiläumsjahr von Jarmen ein kleines Innehalten eigener Art werden: